Walter Haupt
Musikalische Leitung
Walter Haupt wurde in München geboren. Er studierte an der dortigen Musikhochschule Komposition, Schlagzeug und Dirigieren. Von 1969 bis 1986 leitete er die Experimentierbühne der Staatsoper München. Seit 1969 ist er als Komponist, Dirigent und Regisseur im In- und Ausland tätig.
Als Beitrag zur „documenta 8“ in Kassel komponierte er für das Staatstheater das Musiktheater-Werk „Pier Paolo Pasolini“. Seine Oper „Marat“ wurde auf dem Münchner Königsplatz zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution vor 150.000 Zuschauern gegeben.
Seine 18 Ballett-Kompositionen erzielten an zahlreichen Opernhäusern Europas und auf internationalen Theaterfestivals von Wien bis London, von Vancouver bis St. Petersburg große Erfolge. Zur Eröffnung der Olympischen Spiele 1972 in München bekam Walter Haupt den Auftrag, ein spektakuläres Laser-Light-Environment zu realisieren. Es folgten Kuppel-Projektionsräume und variable Spiegelräume mit Aufführungen an der Staatsoper München, Wiener Festwochen, Victoria State Opera Melbourne, Roundhouse London. Eine der bedeutendsten Kompositionen von Walter Haupt, das „Requiem – im Gedenken an die Opfer kriegerischer Verbrechen“ wurde 1997 an der Staatsoper München uraufgeführt. Es folgten weitere Kammermusik- und sinfonische Orchester-Kompositionsaufträge, u.a. 1999 für die spektakuläre Eröffnungsshow des Munich Airport Centers.
Große internationale Popularität erzielte Walter Haupt mit seiner „Klangwolke“, die europaweit mehr als fünf Millionen Zuschauer begeisterte. Seit 1973 beschäftigt er sich mit den ungewöhnlichsten Projekten im freien Raum, den er als eine besondere ästhetische Herausforderung definiert. Mit einer faszinierenden Verbindung von High-Tech und traditionellen Feuer-, Wasser- und Lichtvisionen sind Haupt in diesem Bereich maßstabsetzende Produktionen geglückt. Von der „Musik für eine Landschaft“ bis hin zu „Marat“, von den „Mach-Mit-Konzerten“ bis zu „The Sky is the Limit“ in Jerusalem experimentierte Walter Haupt mit Raum und Licht und schuf ein Musiktheater in neuen Dimensionen, ein großartiges Hör- und Seherlebnis, das sämtliche Bevölkerungsschichten unter dem Begriff „Kultur für alle“ verbindet.
Zum 100. Geburtstag von Carl Orff dirigierte und inszenierte er die „Carmina Burana Monumental Opera“ als gigantisches Spektakel. Gastspiele in 36 Ländern, von Europa bis USA, in Rio de Janeiro, Sao Paulo, Mexico City, Moskau und Libanon machten diese Produktion zu einem Welterfolg. In ähnlichen Dimensionen realisierte er das „Fantasy Musical Dracula“, das er auch komponierte, und als Dirigent die Monumental Operas „Aida on Fire“ und „Carmen“.
Des weiteren arbeitete Haupt als Dirigent mit zahlreichen in- und ausländischen Orchestern zusammen u.a. Münchner Philharmoniker, ORF-Sinfonieorchester Wien, Teatro Municipal Orchester Lissabon und Sao Paulo, Orchester der Staatsoper München, Russian National Orchestra (Moskau), Orquesta de las Americás (Mexico City), Orchestre Metropolitain (Montreal).
Mehrfache Auszeichnungen begleiteten Walter Haupts Karriere, u.a. das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (1991), das Bundesverdienstkreuz am Bande (1995) und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (2003). Im Jahre 2000 wurde Walter Haupt der Titel „Dr. honoris causa“ verliehen.











